Genderspezifisches Monitoringsystem zur Existenzgründung und Unternehmenssicherung

In den letzten Jahren hat sich die Existenzgründungs- und Förderungslandschaft in Deutschland strukturell verändert, so dass strategische Neupositionierungen für Existenzgründungs-Beratungen erforderlich werden, um Nachhaltigkeit der Gründungen und das Monitoring arbeitsmarktpolitischer Effekte stärker als bislang zu berücksichtigen. Dabei wird generell die Zielgruppe Frauen als ein Innovationspotenzial bewertet und es findet insbesondere das sich entwickelnde Gründungsgeschehen von Frauen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund zunehmend Beachtung.

Vor diesem Hintergrund ist unser Unternehmen von Frauenbetriebe. Qualifikation für berufliche Selbständigkeit e.V., Frankfurt am Main, www.frauenbetriebe.de, damit beauftragt worden, ein gender- und migrationsspezifisches Monitoringsystem aufzubauen, dass zur Qualitätssicherung der zukünftigen Beratungsarbeit beiträgt. Das Interesse ist es, anhand eines breit angelegten Monitoringsystems:

   – das Gründungsgeschehen kontinuierlich zu analysieren,
   – fundierte migrations- und genderspezifische Analysen über Gründungsverhalten und
      Gründungsvoraussetzungen zu gewinnen,
   – Gründungspotenziale zu identifizieren,
   – fundierte Daten über die nachhaltige Effekte im Hinblick auf gelungenes und erfolgreiches
      Gründungsgeschehen sowie
   – über den existenzsichernden Charakter der Selbstständigkeit mit entsprechenden
      Beschäftigungspotenzialen zu erhalten.

Ein derart ausdifferenziertes Monitoringsystem wird Frauenbetriebe e.V. eine qualifizierte und zeitnahe Erfolgskontrolle der Beratungsarbeit und Überprüfung der Passgenauigkeit des zielgruppenspezifischen Ansatzes ermöglichen.

Neben der Auswertung und Analyse vorhandener Daten der Beratungsarbeit sind die Durchführung zweier telefonischer Befragungen mit über 500 Kundinnen sowie halbjährige gender- und migrationsspezifische Auswertung aktueller Daten nach unterschiedlichen Gründungstypen, -voraussetzungen und Beratungsverlauf vorgesehen.

Erkenntnisse aus den Befragungen und Analysen werden auch im Hinblick auf das Gründungsgeschehen in der Rhein-Main Region Bedeutung erhalten. Ein regionaler Ergebnistransfer für relevante Wirtschaftsakteure und die Politik ist ebenso geplant wie eine Beteiligung an entsprechenden bundesweiten Aktivitäten.

Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds und der Stadt Frankfurt finanziert.


Genderspezifisches Monitoring

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